Beispiele zur Symbolik auf Grabsteinen

D. [= Dr.] Carl August Friedrich Hermann Schulze, seit Ostern 1858 [am Ratsgymnasium Stralsund], ist geboren 1812 den 18. April zu Bömenzien in der Altmark im Kreise Osterburg, wo sein Vater, Carl Ludolf Friedrich Sch., Pastor war. Als er diesen im J. 1820 durch den Tod verloren hatte, Übernahm ein nahe verwandter Geistlicher den Unterricht des vaterlosen Knaben, bis die Mutter, um ihre Kinder genÜgender unterrichten lassen zu können, nach einem Jahr in die Stadt Salzwedel zog, wo schon ein älterer Bruder das Gymnasium besuchte. Unter dem Direktor Danneil besuchte er diese Anstalt von Mich. 1821 bis Ostern 1831, wo er zur Universität in Berlin Überging, um Philosophie, Theologie und Philologie zu studieren. Ostern 1834 verließ er die Universität, nachdem er sich schon vorher bei der wissenschaftlichen PrÜfungs-Commission zum Examen gemeldet hatte. Er trat sofort sein gesetzliches Probejahr am Gymnasium zu Potsdam an unter Direktor D. [= Dr.] Blume. Schon am 31. Mai 1834 bestand er die mÜndliche PrÜfung pro facultate docendi [= Lehrbefähigung], zu der er bereits die schriftlichen Arbeiten in Berlin eingereicht hatte. Er blieb im Ganzen 2 1/2 Jahr beim Potsdamer Gymnasium beschäftigt; seit Ostern 1835 versah er provisorisch eine neu errichtete Coloboratur [collaborare = Zusammen-, Mitarbeit] mit dem Ordinariat von Sexta. Gleichzeitig genÜgte er vom 1. März 1835 bis 1. März 1836 bei dem Garde-Jäger-Bataillon als Freiwilliger seiner einjährigen Militärpflicht. Im Sommer 1836 erwarb er sich durch Einreichung einer Dissertation „de origine mali" [Vom Ursprung des Bösen] bei der Universität Jena die philisophische DoctorwÜrde. Unterm 27. Juli desselben Jahres ward er zum Subrector am hiesigen Gymnasium vocirt und als solcher am 11. October eingefÜhrt. Unterm 17. December 1851 ward er zu Professor ernannt, am 28. Jan. 1858 zum Conrector vocirt und am 3. Mai als solcher eingefÜhrt.

Schriften: Außer den ..... Programmen (1839 und 1849) sind von ihm im Druck erschienen eine Gratulationsschrift zum Jubelfeste des D. Wolterstorff in Salzwedel am 3. Jan. 1828 (Sch. war damals Secunda-ner des Gymnasiums): Corani Surae VI versus 74 priores ex tribus codd. mss. adjecta lectionis verietate emendati et Latine conversi. Ha-lis, 1828. 4. - Rede zur Vorfeier des hundertjährigen Geburtsfestes Fr. v. Schiller. Stralsund, 1859. 8.

Auszug aus: "Zur Geschichte des Stralsunder Gymnasiums" von Professor D. Ernst Heinr. Zober, Sechster Beitrag, Die Zeit von 1804 bis 1860, Stralsund, 1860, Verlag der C. Hingst'schen Buchhandlung
Putte
 
Johannis Freimaurerloge Sundia zur Wahrheit Nr. 447 o.Ir. Stralsund
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